Welpenschutz

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Spätestens als WelpenhalterIn begegnet man dem Begriff “Welpenschutz” in Hundezonen oder bei (unerwünschten) Hundebegegnungen an der Leine. Gemeint ist damit, dass der Welpenschutz den Welpen vor Schaden durch andere Hunde bewahrt.

Ist da tatsächlich etwas dran oder handelt es sich dabei um einen Irrglauben? Hündinnen zeigen gegenüber ihren eigenen Welpen eine Engelsgeduld. Ist die Hündin jedoch sehr gestresst, zum Beispiel aufgrund schlechter Haltungsbedingungen, reißt auch ihr der Geduldsfaden und es kann zu einer Verletzung der Welpen kommen.

Ob die Begegnung zwischen einem Welpen und einem anderen Hund mit einer guten Lernerfahrung endet oder im schlimmsten Fall in einem Trauma, hängt von vielen Umständen ab.

Wie gut ist der erwachsene Hund sozialisiert? Ist er an Welpen gewöhnt? Welche Lernerfahrungen hat er im Umgang mit Welpen bisher machen können? Wie aufregend empfindet er die Begegnung mit dem Welpen? Hat er Schmerzen? Verunsichern den Hund hektische Bewegungen und distanzloses Verhalten? …

Das Verhalten von Welpen gegenüber anderen Hunden könnte man durchaus hin und wieder als „lästig“ und „grenzüberschreitend“ beschreiben. Daher empfehle ich den Kontakt nur zuzulassen, wenn es sich bei dem erwachsenen Hund um einen Hund handelt, der gelernt hat einem Welpen auf sanfte Art zu zeigen, dass er zu lästig wird, der Hund und der Welpe in diesem Moment den Kontakt auch möchten und zeitgerecht als Mensch die Hunde aus der Situation zu nehmen, wenn einer der beiden Hund überfordert wird. Der umgangssprachliche Begriff Welpenschutz ist somit ein weit verbreiteter Irrglaube und bewahrt einen übermütigen Welpen nicht vor der Beschädigung durch einen anderen Hund.

Autorin: Piroska Stechauner-Schlawienerhund

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