Hundespiel und wie du helfend unterstützen kannst

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Es ist nicht selbstverständlich, dass unsere Hunde ruhig spielen können. Oftmals sind sie sehr aufgeregt und dadurch droht ein anfängliches Spiel oft zu kippen. Verschiedene Vorlieben für verschiedene Spielarten* machen das Spiel nicht einfacher. Deswegen macht es Sinn, ein Auge auf die Spieleinheiten deines Hundes zu haben und ihm immer wieder das Feedback zu geben, was er toll macht und ihm zu helfen, wenn die Aufregung zu groß wird!

Was kannst du tun?

  • Wenn dein Hund in der Interaktion mit einem anderen Hund ist, dann schau bitte hin. Bleibe, wenn möglich etwas in Bewegung und verändere immer mal den Abstand zu der anderen Person.
    Unsere Hunde suchen gerne unsere Nähe auf, wenn wir aber in der Nähe der anderen Bezugsperson stehen, dann zwingen wir unsere Hunde quasi immer wieder in die Interaktion mit dem anderen Hund zu gehen, weil der Abstand zwischen den Hunden einfach zu klein ist (-> Individualdistanz)
  • Schau auf den Spielort! Gibt es Büsche, Hindernisse oder sonst was, wo die Hunde sich mal hinter Verstecken können und so Pausen einläuten können? Freie Flächen sind für viele Hunde ungünstiger, weil die Geschwindigkeit der Rennspiele sehr hoch wird
  • Achte auf Spielpausen! Lobe (oder Marker + Belohnung) jede Pause der Hunde.
    Dazu gehört auch jedes kurze Weggehen, pinkeln, schnüffeln …
  • Wenn das Spiel immer schneller oder heftiger/gröber wird (viel Körperkontakt, Hochstellungen, keine Pausen mehr,… siehe Spielcheck-Guide) kannst du deinen Hund mit einem aufgebauten Entspannungssignal unterstützen.
    Achte hierbei bitte immer darauf, ob du Stress- oder Konfliktanzeichen bei einem der Hunde siehst
  • Lass die Hunde nicht ewig lange spielen. Spiel ermüdet ziemlich schnell, wenn es bewegungsintensiv ist (1 bis 2 Minuten können schon ausreichen, dass eine Unterbrechung nötig wird). Biete den Hunden zwischendurch gerne mal eine kurze Pause bei dir und/oder der anderen Bezugsperson an (wenn keiner der Hunde futterneidisch ist, bietet es sich an, die Spieleinheiten durch eine Futtersuche kurz zu unterbrechen)
  • Beende eine Spieleinheit der Hunde nach Möglichkeit immer entspannt. Auch dafür kann man Futter streuen, man kann aber auch sehr gut noch ein Stück gemeinsam Spazieren gehen.
    Die Hunde aus einem intensiven Spiel einfach rauszureißen und mitzunehmen ist einfach nicht fair und bringt die Erregung auch in den nächsten Spieleinheiten deutlich höher
  • Vermeide auch bei unerwünschtem Verhalten selber laut zu werden oder unangenehme Reize hinzuzufügen. Das kann eine Situation eskalieren lassen. Bleibe ruhig und besonnen und greife lieber einmal zu früh als zu spät in eine Interaktion ein – aber bitte immer freundlich!

Du siehst, es gibt eine Menge, was du aktiv tun kannst, damit dein Hund lernt, wie man entspannt spielt. Gerade bei einem Spiel mit einem fremden Hund ist die Aufregung oft groß und das Spiel anstrengend, weil man seinen Gegenüber nicht kennt und es deutlich schwerer ist, sich auf dessen Spielgewohnheiten einzustellen. Noch schwieriger ist die Interaktion mit mehreren Hunden. Unterstütze deinen Hund und schau bitte immer hin, wenn dein Hund mit anderen Hunden spielt!

Autorin: Christiane Jacobs

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