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Hi Du! Heute geht es um die Annäherung in einer Hundebegegnung. Was kann dir unsere Körpersprache in solch einer Situation verraten?

Wenn ich als Hund auf einen anderen Hund treffe, sagt meine Körpersprache oftmals schon eine Menge über meine Emotionen und meine Gestimmtheit aus. An dieser Stelle möchte ich gerne einmal erwähnen, dass es Hunde gibt, die nicht jedem Hund “Hallo” sagen möchten. Und dass es für uns Hunde manchmal echt anstrengend ist, wenn wir viele fremde Hunde treffen. Stell dir das mal für dich vor. Du bist irgendwo und musst mit jedem Menschen, der dir entgegenkommt, Smalltalk halten. Gar nicht so einfach, oder? Und das geht uns tatsächlich auch oft so. Lest dazu auch gerne diesen spannenden Artikel: Sozialkontakt – Ist der Hund (k)ein Rudeltier?

Aber wie kannst du jetzt erkennen, wie dein Hund – oder auch der Hund, der euch entgegenkommt – drauf ist? Es gibt mal wieder viele Details, die ich dir hier gerne näherbringen möchte.

Wenn ich entspannt in eine Hundebegegnung gehe, dann siehst du in der Regel einige Anzeichen, die daraufhin deuten:

  • Ich schaue kurz zu dem anderen Hund und schaue dann wieder weg, manchmal schnüffel ich dann auch hier und da ein bisschen
  • Ich laufe nicht frontal auf den anderen Hund zu, sondern eher in einem Bogen oder versetzt, am liebsten sogar von hinten (natürlich sollte sich der andere Hund dann nicht erschrecken)
  • Meine Bewegungen sind fließend, ich bin locker und laufe auch nicht extrem schnell auf den Anderen zu – manchmal mache ich auch einen kurzen Stopp, um noch kurz eine Urinmarke abzusetzen, an der der andere Hund dann für einen Erstkontakt auch gerne schnüffeln darf (das hilft uns übrigens manchmal sehr, die ersten Infos zu dem anderen Hund zu bekommen, ohne dass wir in Direktkontakt gehen müssen)

Siehst du bei deinem Hund solche Details, dann ist dein Hund vermutlich bereit für eine nette Kontaktaufnahme mit dem Anderen. Wie immer muss dein Hund natürlich nicht alle Details zeigen, aber umso mehr du siehst, umso sicherer kannst du dir sein.

Manchmal sind wir Hunde aber auch sehr aufgeregt und können deswegen nicht so ruhig und gelassen auf einen anderen Hund zugehen. Vielleicht möchten wir gar keinen Kontakt, haben aber nicht gelernt, dass wir auch weggehen können. Vielleicht wollen wir den Anderen durch unsere Körpersprache mitteilen, dass er sich bitte langsamer annähern soll oder, dass er gar nicht kommen soll. Es gibt unzählige Gründe, warum du in einer Annäherung Anspannung bei einem oder beiden Hunden sehen kannst.

In einer angespannten Annäherung kannst du oftmals folgende Details sehen:

  • Der Körper ist angespannt, die Bewegungen wirken steif und staksig und werden auch oftmals langsamer. Manche Hunde bleiben sogar komplett stehen und frieren dann buchstäblich ein
  • Der Blick ist auf den anderen Hund gerichtet (länger als 2-3 Sekunden durchgängig)
  • Die Körperachse ist frontal auf den anderen Hund ausgerichtet (manche Hunde legen sich dabei auch hin)
  • Sie gehen sehr zielgerichtet auf den anderen Hund zu, manchmal wird der Kopf etwa abgesenkt bei der Annäherung

Wenn du solche Details bei deinem Hund oder dem entgegenkommenden Hund siehst, solltest du dir im Klaren sein, dass es vermutlich eine eher angespannte Begegnung wird. Mindestens einer der beiden Hunde fühlt sich in der Situation nicht wirklich richtig wohl und du solltest überlegen, ob du deinem Hund nicht einen Gefallen tust, wenn er nicht in die Begegnung muss.

Jetzt sagst du: “Mein Hund läuft kerzengerade auf einen anderen zu und guckt ihn auch direkt an! Wenn er dann da ist, geht das wilde Spiel los und alles ist gut!”
Ja, das kann tatsächlich sein, dass die Situation nicht eskaliert, einfach, weil Hunde oftmals wahre Meister in der Kommunikation sind und der Gegenüber vielleicht deeskaliert und dein Hund zufrieden ist, wenn der Andere kleine Brötchen backt. Vielleicht findet dein Hund die Annäherung an sich irgendwie doof und wenn er die geschafft hat, entlädt sich die Anspannung in einem Spiel. Es gibt wieder unzählige Möglichkeiten!
Du solltest aber im Hinterkopf haben, dass es ängstliche Hunde gibt, die auf so eine Annäherung mit Angst reagieren und für die ist so eine Situation einfach nur blöd.

So, das war es erstmal von mir zum Thema Annäherung bei einer Hundebegegnung. Ich hoffe, ich konnte dir ein Paar wertvolle Infos geben und wünsche dir nun ganz viel Spaß beim Beobachten deines Hundes!

Bis zum nächsten Mal!

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