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Hi du!

Stress bei uns Hunden entsteht häufig durch Konflikte. Die siehst du oftmals nicht, weil sie sich erstmal nur in unserem Innern abspielen. Belasten uns diese Konflikte aber, weil wir in dem Moment keine Lösung finden, dann kannst du in der Regel Stress-Symptome bei uns sehen.

Wie sehen diese Stress-Symptome bzw. Stress-Reaktionen aus?

  • erweiterte Pupillen
  • man sieht Weißes in den Augen
  • die Ohren sind nach hinten/oben gezogen
  • die Ohren bewegen sich ruckartig
  • Lippenlecken -> meist siehst du nur die Zungenspitze herauskommen oder ein Lecken über den Nasenrücken. Zu trennen von dem Lippenlecken, was wir zeigen, wenn wir Futter erwarten
  • Lefzenplustern – durch unser geschlossenes Maul und einen starken Luftausatmen, plustern sich die Backen auf
  • gähnen
  • niesen
  • Stressgesicht
  • die ganze Bandbreite von Lautäußerungen: stereotypes oder auch schrilles Bellen. Einige von uns Hunden bellen aber auch eher tief. Und wieder andere bellen einfach dauerhaft
  • hohe Körperspannung
  • ausgeschachteter Penis
  • staksiger Gang durch durchgedrückte Beine
  • langsame Bewegungen
  • aufgestellte Rückenhaare (nicht willentlich steuerbar)
  • Schweißpfoten
  • zittern am ganzen Körper
  • strecken des Körpers—ggf. auch mit abgesenkten Vorderkörper
  • schütteln
  • kratzen
  • einfrieren
  • Übersprungsverhalten -> zwei konkurrierende Antriebe lösen ein Verhalten aus, was keinen erkennbaren Bezug zur Situation hat
  • urinieren/markieren
  • die Rute hängt runter, oftmals wie ein Lämmerschwanz

Das sind schon eine Menge, oder? Und ich bin mir sicher, dass es noch mehr gibt. Wir Hunde sind, wie ihr Menschen, Individuen und zeigen unter Stress halt auch verschiedene Verhaltensweisen, z. T. auch ganz individuelle. Und vor allem auch nicht alle hier aufgeführten gleichzeitig.

Bitte beachte, dass nicht alle aufgeführten Anzeichen auch immer Stress bedeuten! So kann ein Lippenlecken z.B. auch im Zusammenhang mit Futter gezeigt werden und ein Gähnen, wenn dein Hund einfach nur müde ist. Bitte schau dir immer die Gesamtsituation an, in der dein Hund reagiert und entscheide dann, ob es wohl ein Stressanzeichen ist oder nicht.

Schau dir gerne auch das Kurzvideo mit Bildern/Videos an:

Ich möchte kurz darauf hinweisen, dass der Begriff Stress hier bewusst umgangssprachlich—sozusagen FREI SCHNAUZE—definiert ist, also einfach so, wie ihr ihn auch oft im Alltag verwendet. Wenn ihr viel um die Ohren habt, Angst vor irgendwas habt oder aufgeregt seid. Stress ist nicht wertend gemeint und nicht jeder Stress ist gleich schädlich oder ungesund. Ein schönes Beispiel für eine Situation mit Konfliktreaktionen findest du hier.

Bedenke aber bitte, zu viel Stress macht auch uns Hunde krank. Siehst du einige oder sogar viele, der hier beschriebenen Anzeichen regelmäßig bei deinem Hund, dann schau definitiv mal auf euren Tagesablauf und hol dir zur Not gerne Hilfe bei einem guten Trainer!

Das war es erstmal von mir. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen das Thema Stress näher bringen und dich ein bisschen sensibel für die Anzeichen machen. Bei Fragen, meld dich gerne über den Kontakt bei mir. Ich sag bis später! Tschaui….
Quelle: ATN (Akademie für Naturheilkunde) 
Skript: Ausdrucksverhalten beim Hund - Gerrit Stephan