Die Jagd nach gutem Verhalten

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Im Zusammenleben mit unseren Hunden macht es Sinn den Fokus auf gutes, erwünschtes Verhalten zu legen! Warum??? Weil das Training so einfach viel mehr Spaß macht – dir und auch deinem Hund! Außerdem ist es viel einfacher gutes Verhalten zu verstärken – das es also öfter gezeigt wird – als Unerwünschtes zu verändern.
Und umso mehr dein Hund richtig macht, umso weniger kann er falsch machen 🙂 .

Im ersten Schritt tun wir Menschen uns aber erstmal etwas schwer damit. Meist haben wir nur einen Blick dafür, was unser Hund falsch macht und reagieren auch erst dann. Der Welpe soll nicht beißen, der erwachsene Hund nicht an der Leine pöbeln und alle sollen bitte schön zurückkommen, wenn wir sie rufen. Kommen sie nicht, machen wir ne Ansage oder es geht dann schweigend nach Hause auf die „stille Treppe“.

Dabei geht es anders soviel schöner! Schau, was dein Hund richtig macht. Dein Welpe setzt sich hin und schaut dich an? Belohne das!! So lernt er, wenn er deine Aufmerksamkeit haben möchte, macht es Sinn für ihn sich hinzusetzen.
Es taucht ein anderer Hund am Horizont auf und dein Hund sieht ihn, ist aber noch ganz ruhig? Super! Belohne das – auch wenn dein Hund noch gar kein Leinenpöbler ist. So lernt er, dass es sich für ihn lohnt, wenn ein anderer Hund auftaucht und er seine Aufmerksamkeit auch wieder auf dich lenken kann (wie du ihm noch weiterhelfen kannst, kannst du hier nachlesen).
Du rufst und dein Hund kommt zu dir gelaufen? Dann belohne ihn großzügig! Das muss nicht immer eine Highlight-Belohnung sein, aber umso abwechslungsreicher du belohnst, umso zuverlässiger kommt dein Hund!

Dieses Video gibt dir noch ein paar Beispiele – was hier am Welpen gezeigt wird, funktioniert natürlich auch bei erwachsenen Hunden 🙂 .
Und vielleicht bekommst du Lust, dich auf die darin beschriebene Challenge einzulassen 🙂 .

Nimm dir jeden Morgen 30 Leckerchen und richte deinen Fokus auf Dinge, die dein Hund toll macht. Auch wenn das für dich im ersten Moment mal komisch ist, weil du viele Dinge, die dein Hund gut macht als selbstverständlich wahrnimmst.
Versuche die 30 Leckerchen wirklich jeden Tag komplett wegzubekommen – also lobe/belohne deinen Hund mindestens 30 Mal am Tag. Das können ganz einfache Dinge sein! Ein kurzer Blickkontakt zu dir, wenn ihr draußen unterwegs seid. Ein Hinsetzen bevor es das Futter gibt oder ein geduldiges Warten an der Haustür bevor es los geht zur Gassirunde.

Und berichte gerne von deinen Erfahrungen 🙂 . Natürlich darfst du auch gerne davon erzählen, wenn du bereits belohnungsorientiert trainierst. Wie hast du zu dem Weg gefunden und was hat das für dich verändert?
Ich freu mich sehr auf eure Berichte – gerne bei Facebook oder Instagram :-).

Autor: Christiane Jacobs

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